Roland Wetzl
27. Oktober 2026
Der Fine Planner verteilt Arbeitsgänge mit modernen Optimierungsalgorithmen automatisch auf die passenden Maschinen. Sie legen das Ziel fest: möglichst frühe Fertigstellung aller Aufträge, Termintreue, minimale Rüstzeiten oder eine gewichtete Kombination daraus. Bereits fixierte Arbeitsgänge bleiben unangetastet, der Algorithmus plant um sie herum.
Zu jedem Plan erhalten Sie eine Prognose der wichtigsten Kennzahlen: OEE, Verfügbarkeit, Leistung, Kapazitätsauslastung und Anzahl der Aufträge. Sie können verschiedene Simulationsvarianten definieren und der Algorithmus prognostiziert die entsprechenden Kennzahlen für jede Variante. So wissen Sie bereits vor Produktionsstart, welche Planung die höchste Produktivität verspricht.
Statt mit idealen Sollzeiten rechnet der Fine Planner mit den tatsächlichen Ausführungszeiten aus Ihren historischen Produktionsdaten. Zusätzlich können Sie ein Verbesserungsziel hinterlegen, etwa 5 %. Es fließt sowohl in die manuelle als auch in die automatische Planung ein. Das Ergebnis sind Pläne, die sich einhalten lassen und gleichzeitig kontinuierliche Verbesserungen fördern.
Wenn Sie lieber selbst planen, ziehen Sie Arbeitsgänge aus der Auftragsliste direkt auf das gewünschte Zeitfenster. Ablegen lässt sich ein Arbeitsgang nur auf Maschinen, die ihn tatsächlich ausführen können. Schichtmodelle und geplante Stillstände sind bereits berücksichtigt. Sie behalten die volle Kontrolle und spart trotzdem Zeit.
Der Fine Planner prüft den Plan laufend und meldet Überschneidungen, falsche Reihenfolgen, Arbeitsgänge während geplanter Stillstände, zu knappe Rüst- und Transportzeiten sowie überlastete Ressourcen. Dabei lässt er Ihnen freie Hand: Warnsymbole in der Tabelle und im Plan zeigen, wo nachgebessert werden sollte.
Zusätzlich zur manuellen Planung kann über das Icon „Automatische Zuweisung“ ein Besetzungsvorschlag für die gesamte Woche erstellt werden, abgestimmt auf Schichten, Qualifikationen und Maschinenverfügbarkeit. Der Vorschlag erscheint zunächst als Vorschau im Raster. Einzelne Einträge können angepasst werden, bevor Sie die Planung übernehmen.
Fähigkeiten wie Schweißen, CNC-Fräsen oder Staplerfahren verbinden Personal und Maschinen: Mitarbeitende erhalten die Fähigkeiten, für die sie qualifiziert sind, und an Maschinen wird hinterlegt, welche Qualifikationen ihre Bedienung erfordert. Jede Fähigkeit wird mit einer Farbe und einem Symbol versehen, sodass sie in allen Ansichten schnell erkennbar ist.
Ereignistypen legen Sie einmalig zentral fest, wie zum Beispiel Wartung, Krankheit oder Urlaub. Jedem Typ können eine eigene Farbe und ein Symbol zugeordnet werden. Zudem kann jeder Typ Ressourcen sperren. Tage mit einem gesperrten Typ gelten als geschlossen und es werden dort weder Personal noch Maschinen eingeplant. Über den Geltungsbereich wird zudem gesteuert, wo ein Typ zur Auswahl steht.
Fine Planner und Resource Planner verbinden automatische Optimierung mit der Erfahrung Ihrer Produktionsplaner. Realistische Produktionsdaten, OEE-Prognosen, frühzeitige Konflikterkennung sowie die abgestimmte Planung von Personal und Maschinen schaffen eine belastbare Grundlage für effizientere und besser planbare Produktionsabläufe.
Dabei bleibt die Planung flexibel: Automatische Vorschläge können geprüft und angepasst werden, während Fähigkeiten, Schichten, Stillstände und weitere Rahmenbedingungen direkt berücksichtigt werden.
So wird aus Produktions- und Ressourcenplanung ein integrierter Prozess – von der Simulation bis zum umsetzbaren Plan 🚀
In unseren Release Notes finden Sie ständig aktualisierte technische Hinweise sowie Informationen zu neuen Funktionen, Verbesserungen und behobenen Fehlern in unseren Softwarelösungen.